Zuletzt aktualisiert am 26. Juli 2026 · Redaktion
stichsaege-vergleich.de
24 Materialien, jeweils mit der passenden Blattklasse für saubere und für
schnelle Schnitte, der Pendelhubstufe, der Drehzahlempfehlung und dem Praxistipp, der bei
diesem Werkstoff den Unterschied macht. Diese Seite ist zum Ausdrucken gemacht – über der
Werkbank ist sie schneller als jede Suche.
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Material-Matrix – Blattwahl, Pendelhub und Drehzahl je Werkstoff. Stand Juli 2026.
niedrig Messerklinge statt Sägeblatt. Zähne würden das Material nur zerfasern.
Wie du die Matrix liest
Spalte „sauber" und Spalte „schnell"
Fast jedes Material lässt sich auf zwei Arten sägen. Die Spalte sauber
nennt das Blatt mit feiner Zahnteilung und geschliffenen Zähnen – langsamer, dafür eine
Kante, die man sehen lassen kann. Die Spalte schnell nennt das gröbere
Blatt für alles, was später verdeckt wird. Ein Strich bedeutet: Für dieses Material gibt es
keine sinnvolle Variante in dieser Richtung.
Spalte „Pendel"
Die empfohlene Pendelhubstufe. 0 heißt: Pendelhub ganz aus, das Blatt bewegt sich nur
auf und ab. Höhere Stufen lassen das Blatt zusätzlich nach vorn ins Material schwingen –
schneller, aber rauer. Metall, Kunststoff, Fliesen und alle Sichtkanten immer auf 0.
Warum das so ist →
Spalte „Drehzahl"
Die Angaben beziehen sich auf das Stellrad deiner Säge, meist mit 1 bis 6 beschriftet.
Grundregel: Holz verträgt hohe Drehzahl, Metall und Kunststoff brauchen niedrige.
Bei Kunststoff und Edelstahl ist zu viel Drehzahl der häufigste Fehler überhaupt – die
Reibungswärme schmilzt beziehungsweise härtet das Material.
Die Zahnteilung zu den Codes
Was hinter den Blattbezeichnungen steckt – Zahnteilung in Millimetern, verzahnte Länge,
Blattmaterial – steht vollständig in der
Blattübersicht. Wenn du wissen
willst, warum ein bestimmtes Blatt empfohlen wird, findest du es dort.
Die fünf Faustregeln hinter der ganzen Tabelle
Sichtseite nach unten
Stichsägeblätter schneiden im Aufwärtshub. Die Ausrisse entstehen deshalb immer oben.
Wenn du das Werkstück umdrehst, liegen sie auf der Rückseite.
Mehr dazu →
Zwei bis drei Zähne im Eingriff
Gilt für Metall zwingend, für dünnes Material generell. Zahnteilung × 3 sollte die
Materialstärke nicht überschreiten. Sonst hakt der einzelne Zahn und das Blatt bricht.
Hart und abrasiv heißt Bi-Metall oder Hartmetall
Hartholz, MDF, Spanplatte, HPL: Bi-Metall (F).
Gipskarton, Faserzement, GFK: Hartmetall (HM). Ein
HCS-Blatt ist dort nach Minuten Schrott.
Weich und thermoplastisch heißt langsam
Kunststoff, Acrylglas und Aluminium reagieren auf Wärme. Niedrige Drehzahl, kein
Pendelhub, wenig Vorschub – sonst schmilzt der Schnitt hinter dem Blatt wieder zu oder der
Span verklebt die Zahnlücken.
Verzahnte Länge über Materialstärke plus Hub
Das Blatt muss im unteren Umkehrpunkt vollständig aus dem Material austauchen, damit die
Späne herausfallen. Bei 40 mm Material und 26 mm Hublänge brauchst du ein Blatt mit
deutlich mehr als 66 mm verzahnter Länge.
Materialien, bei denen der Staub das eigentliche Thema ist
Nicht ohne Absaugung und Atemschutz
Buchen- und Eichenholzstaub gilt als krebserzeugend. Absaugung
anschließen, mindestens FFP2.
MDF enthält Bindemittel und erzeugt sehr feinen Staub, der tief in die
Atemwege gelangt.
Gipskarton staubt extrem und setzt sich in der ganzen Wohnung ab.
Faserzement kann Quarzfeinstaub freisetzen. Die Verarbeitungshinweise
des Plattenherstellers sind hier maßgeblich.
Bauteile aus der Zeit vor 1993 können Asbest enthalten. Bei Verdacht
nicht selbst sägen, sondern einen Fachbetrieb beauftragen.
GFK und Epoxy erzeugen Glasfaserstaub, der Haut und Atemwege reizt.